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Wissenschaftsjahr 2026: 4 Förderprojekte in Heidelberg und Mannheim

Den Dialog zwischen Gesellschaft und Forschung über neue Entwicklungen in der Medizin zu fördern: Das ist das Ziel des Wissenschaftsjahrs 2026 – Medizin der Zukunft. Anhand kurzweiliger Aufklärungs- und Mitmach-Angebote können sich Bürgerinnen und Bürger über aktuelle Themen der Gesundheitsforschung informieren, über Chancen und Risiken von Zukunftstrends in der Medizin diskutieren und aktiv an Präventionsprojekten mitwirken. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) als Initiator des Wissenschaftsjahrs fördert dazu einzelne Leuchtturmprojekte der Wissenschaftskommunikation mit insgesamt rund 2 Millionen Euro. Vier der 25 Förderprojekte werden an den Medizinischen Fakultäten Heidelberg und Mannheim der Universität Heidelberg sowie am Universitätsklinikum Heidelberg umgesetzt.

Entsteht in einem der vier geförderten Projekte: das Educational Live-Action-Rollenspiel MEDILARP. Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Gemeinsame Pressemitteilung der Medizinischen Fakultäten Heidelberg und Mannheim der Universität Heidelberg und des Universitätsklinikums Heidelberg und des Universitätsklinikums Mannheim

Wie lassen sich Interesse an und Begeisterung für die medizinische Forschung wecken? Welche Formate befördern den direkten Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und einer breiten Öffentlichkeit? Und wie können verschiedene Zielgruppen aktiv in wissenschaftliche Projekte eingebunden werden? Zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft rief das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) dazu auf, sich mit kreativen Konzepten zur Wissenschaftskommunikation für eine Förderung zu bewerben. Insgesamt vier Projektgruppen der Medizinischen Fakultäten Mannheim und Heidelberg der Universität Heidelberg waren mit ihren eingereichten Ideen erfolgreich. Die praktische Umsetzung dieser vier ganz unterschiedlichen Projekte fördert das BMFTR nun mit insgesamt rund 330.000 Euro.

Die vier geförderten Projekte in Heidelberg und Mannheim im Überblick

Das Projekt „#ABCderPsyche – Psychische Gesundheit. Kurz erklärt.“ vermittelt Jugendlichen und jungen Erwachsenen wissenschaftlich fundiertes Wissen zur psychischen Gesundheit. In einer wöchentlichen Videoserie auf Social Media präsentiert das Projektteam Fakten, klärt zu Mythen auf und bietet alltagsnahe Orientierung. Projektleiter ist Peter Maluche, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Medizinischen Fakultät Heidelberg am Institut für Psychosoziale Prävention und Psychotherapie des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD). Der erste Clip zum Thema ADHS ging Anfang Juni auf YouTube, TikTok und Instagram online. Mehr Informationen zum „#ABCderPsyche“ und Links zu den Social-Media-Kanälen gibt es hier.

Im Projekt „HealthScience4All: Gemeinsam Gesundheit machen“ diskutieren Präventionsforscherinnen und -forscher der Medizinischen Fakultät Mannheim gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern anhand von Alltagsgesundheitsthemen, wie sie echte Teilhabe in der Forschung erreichen können. Welche Gesundheitsthemen sind für sie wichtig, welche Hindernisse gibt es, und wie können gemeinsam Lösungen entwickelt werden, um die Menschen stärker einzubeziehen? Ihre Lebensrealitäten, ihre Perspektiven und ihre Ideen stehen dabei im Mittelpunkt. Geleitet wird das Projekt von Professorin Dr. Vera Araújo-Soares, Leiterin der Abteilung „Prävention kardiovaskulärer und metabolischer Erkrankungen“ am Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit (CPD) der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Hier gibt es weitere Informationen zu „HealthScience4All“.

„Generation Genom: Dein Code. Deine Zukunft.“ informiert junge Menschen über die Chancen, Risiken und Grenzen moderner Genommedizin, zum Beispiel des genomischen Neugeborenen-Screenings. Über Social-Media-Clips, Podcasts und interaktive Formate wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ein kritischer Austausch über genetische Diagnostik angeregt. Die Projektleitung liegt bei Dr. Nicola Dikow, Oberärztin und stellvertretende Leiterin der Genetischen Poliklinik am UKHD. Alle Details zum Förderprojekt „Generation Genom“ finden Sie hier.

Datenschutz, Transparenz und Datensouveränität sind zentrale Fragen digitaler Medizin. Das Projekt „MEDILARP – Datensouveränität verstehen und erleben“ macht diese Themen auf ungewöhnliche Weise erfahrbar: In einem innovativen Live-Action-Rollenspiel schlüpfen die Teilnehmenden in unterschiedliche Rollen, treffen Entscheidungen und erleben aus erster Hand, wie unterschiedliche Interessen beim Umgang mit Gesundheitsdaten aufeinandertreffen. Entwickelt wird das Format, das sich an verschiedene Altersgruppen richtet, von einem Team um Privatdozentin Dr. Nadia Primc, Akademische Rätin am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg. Hier wird das „MEDILARP“-Projekt ausführlich vorgestellt.

Wissenschaft in die Gesellschaft bringen

„Ich gratuliere den Projektteams ganz herzlich zu ihrem Erfolg“, sagt Professor Dr. Michael Boutros, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg. „Alle vier ausgewählten Projekte bringen Wissenschaft in den Diskurs mit der Gesellschaft, um zu zeigen, wie Forschung die Medizin von morgen gestalten kann. Durch kreative und innovative Formate schaffen sie Zugang, fördern Verständnis und stärken die Kompetenz, medizinische Entwicklungen selbstbewusst zu bewerten.“

Professor Dr. Sergij Goerdt, Dekan der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, ergänzt: „Die Projekte zeigen, wie lebendig und zukunftsorientiert unsere Forschungslandschaft ist. Sie schaffen neue Räume für einen offenen Dialog zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit. Damit unterstreichen sie den Anspruch unserer Fakultäten, exzellente Forschung im engen Austausch mit der Gesellschaft zu gestalten.“

Hintergrund: Förderprojekte im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft

Ob analoges Brettspiel, Comic oder Social-Media-Kanal, ob Podcast, Pop-up-Event oder interaktive Ausstellung: Das Bundesforschungsministerium suchte innovative Ansätze, die Medizin der Zukunft für eine breite Öffentlichkeit erleb- und nachvollziehbar machen. Mehr als 400 Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Deutschland reichten ihre Projektskizzen ein. Neben den vier Heidelberger und Mannheimer Projekten wählte die Jury 21 weitere Ideen zur Wissenschaftskommunikation als Förderprojekte im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft aus.

Weitere Informationen im Internet

Pressemitteilung zum Projekt „#ABC der Psyche“

Pressemitteilung zum Projekt „Generation Genom“

Pressemitteilung zum Projekt „HealthScience4All“

Pressemitteilung zum Projekt „MEDILARP“ 

Website des Wissenschaftsjahrs 2026

Alle 25 Förderprojekte im Überblick 


Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft

Gesundheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Leben. Im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft steht die Frage im Fokus, wie Forschende mit ihren Ideen und Lösungen schon heute die Medizin von morgen formen. Wie lassen sich in Zukunft Krankheiten diagnostizieren? Welche Ideen gibt es für die medizinische Versorgung? Wird KI die Medikamentenentwicklung revolutionieren? Wie können innovative Technologien Pflege unterstützen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Wie lassen sich Präventionsstrategien verbessern, sodass wir seltener und weniger schwer erkranken? Ein besonderer Fokus im Wissenschaftsjahr liegt auf geschlechtersensibler Forschung, denn bis heute fehlt für viele Krankheiten die Datengrundlage für eine geschlechtsspezifische Behandlung und Versorgung. Dies gilt ganz besonders für Erkrankungen und Gesundheitsthemen, die gerade Frauen betreffen, darunter Endometriose oder Wechseljahre.

Das Wissenschaftsjahr ist die größte bundesweite Plattform für disziplinübergreifende Kommunikation aktueller Forschungsthemen, an der sich pro Jahr 400 bis 800 Forschungsinstitute, Universitäten, Verbände, Vereine, Unternehmen und Stiftungen mit bis zu 1.000 Veranstaltungen und Aktionen beteiligen. Dazu gehören ein bundesweiter Hochschulwettbewerb, Formate wie SchulKinoWochen, MINTmachtage und die MS Wissenschaft, ein Ausstellungsschiff, das von Mai bis September bis zu 30 Städte in Deutschland anfährt. Die Wissenschaftsjahre werden seit dem Jahr 2000 ausgerufen und sind eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).

Das ganze Jahr über lädt das Wissenschaftsjahr mit Veranstaltungen, Projekten und Aktionen dazu ein, Einblicke in die aktuelle Medizinforschung zu gewinnen und in den Austausch mit Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Politik und Gesellschaft zu kommen. Auch Social Media- Formate, monatliche Challenges und prominente Botschafterinnen und Botschafter werden das Wissenschaftsjahr 2026 intensiv begleiten.

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