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Rückblick: Festakt 125 Jahre Universitäts-Hautklinik Mannheim

125 Jahre Universitäts-Hautklinik Mannheim – Festakt würdigt Tradition, Innovation und Zukunft der Dermatologie.

Am 10. Juni 2026 feierte die Universitäts-Hautklinik Mannheim ihr 125-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Universitätsklinikum Mannheim. Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Medizin, Politik und Gesundheitswesen kamen zusammen, um die erfolgreiche Entwicklung der Klinik zu würdigen und einen Blick auf die Zukunft der Dermatologie zu werfen.

Klinikdirektor Prof. Dr. Sergij Goerdt begrüßte die Gäste und dankte den Generationen von Mitarbeitenden, die die Hautklinik mit ihrem Engagement geprägt haben. In ihren Grußworten betonten Christian Specht, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Prof. Dr. Frauke Melchior, Rektorin der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender des Verbunds der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim, sowie Prof. Dr. Maurice Stephan Michel, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Mannheim, die große Bedeutung der Klinik für Krankenversorgung, Forschung und Lehre.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Festvortrag von Prof. Dr. Matthias Goebeler (Würzburg) über die Fortschritte der Dermatologie in den vergangenen 125 Jahren. Mit den Vorträgen von Prof. Dr. Christoffer Gebhardt (Hamburg) zur Dermato-Onkologie und Prof. Dr. Claudia Günther (Tübingen) zur Dermato-Immunologie wurden zudem aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven des Fachgebiets vorgestellt.

Beim anschließenden Empfang nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur gemeinsamen Würdigung eines besonderen Jubiläums.

Festakt würdigt Tradition, Innovation und Zukunft der Dermatologie

Die Mannheimer Hautklinik blickt auf 125 Jahre medizinischer Entwicklung zurück – von einer zunächst stark auf Haut- und Geschlechtskrankheiten ausgerichteten Versorgung hin zu einer hochspezialisierten Universitätsklinik mit international sichtbarer Forschung. Ihre Wurzeln reichen bis zu einem Ambulatorium für mittellose Patientinnen und Patienten mit Haut- und Geschlechtskrankheiten zurück. Besonders die Behandlung sexuell übertragbarer Infektionen prägte die Anfangszeit: Syphilis galt vor der Einführung von Penicillin als schwere Bedrohung, für deren Eindämmung der Mannheimer Dermatologe Heinrich Loeb mit dem „Mannheimer System“ Maßstäbe setzte.

Medizinische Durchbrüche wie Penicillin, Kortison und später gentechnisch hergestellte Biologika veränderten die Dermatologie grundlegend. Entzündliche Hauterkrankungen, blasenbildende Erkrankungen und Psoriasis konnten zunehmend gezielt behandelt werden.

Auch in der Dermato-Onkologie entwickelte sich Mannheim zu einem wichtigen Standort: Früherkennung, Immuntherapien und Checkpoint-Inhibitoren eröffneten neue Perspektiven im Kampf gegen malignen Hautkrebs. Die enge Verbindung zum Deutschen Krebsforschungszentrum und die Forschung zu seltenen Hautlymphomen unterstreichen diesen Schwerpunkt.

Ein weiteres Profilfeld ist die Gefäßmedizin. Die Forschung zu Blutgefäßen und ihrer Bedeutung für Organfunktionen ist auch für Hauterkrankungen zentral und knüpft an die Mannheimer Expertise in der „Angioscience“ an. Die Leistungsfähigkeit der Hautklinik wurde bereits vor rund 20 Jahren landesweit hervorgehoben und führte zum Ausbau eines Exzellenzbereichs mit experimenteller Dermatologie.

Zur Geschichte gehören fünf Klinikdirektoren, mehrere Neubauten und bedeutende wissenschaftliche Leistungen. Seit 25 Jahren prägt Prof. Dr. Sergij Goerdt als Direktor die Klinik, die heute Tradition, Spitzenmedizin und Forschung eng miteinander verbindet. Professor Goerdt ist zugleich Dekan der medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. 

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