Darmkrebs ist weltweit die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Trotz großer Hoffnungen auf genombasierte Präzisionsmedizin profitieren laut Prof. Matthias Ebert bisher weniger als 20 Prozent der Erkrankten von personalisierten Therapien. Der neue Forschungsverbund GenoMiCC der Universität Heidelberg will das ändern.
Das Team untersucht das gesamte Krebs-Ökosystem, also sowohl die genetischen Veränderungen im Tumor als auch das Darm-Mikrobiom. Durch die Kombination aus funktioneller Genomik und Mikrobiomik sollen neue Ansatzpunkte für individuell wirksame Therapien identifiziert werden.
Geleitet wird GenoMiCC von Prof. Ebert an der Medizinischen Fakultät Mannheim. Beteiligt sind Forschende aus sieben Einrichtungen in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz - darunter das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie in Heidelberg (EMBL) und die ETH Zürich.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Verbund in ihrer jüngsten Bewilligungsrunde angenommen. Zusammen mit dem Schweizerischen Nationalfonds stellt sie für die kommenden vier Jahre rund 6,1 Millionen Euro bereit. Die Forschungsarbeiten starteten am 1. November 2025.
Weitere Informationen: https://www.uni-heidelberg.de/de/newsroom/universitaet-heidelberg-neue-dfg-forschungsgruppe-in-der-onkologie